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Wissenschaftler entdecken Protein, das altersbedingten Gedächtnisverlust rückgängig machen kann

13.02.2026 / 15:45
Nachrichtenkategorie

Ein internationales Forscherteam der National University of Singapore (NUS) hat einen Durchbruch bei der Untersuchung altersbedingter Gehirnveränderungen bekanntgegeben. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Science Advances, deuten darauf hin, dass neuronale Aktivität selbst in alternden Zellen wiederhergestellt werden kann.

Im Zentrum der Studie stand ein Protein namens DMTF1. Wissenschaftler stellten fest, dass sein Level mit zunehmendem Alter abnimmt, was die Fähigkeit der neuralen Stammzellen, sich zu teilen und neue Neuronen zu bilden, verringert. Dies steht in direktem Zusammenhang mit Gedächtnisverlust und abnehmender Lernfähigkeit.

Unter Laborbedingungen stellten die Forscher den DMTF1-Spiegel in „gealterten“ Zellen wieder her. Infolgedessen begannen die Zellen aktiv zu teilen und neue Neuronen zu produzieren – ein Prozess, der für ein jüngeres Gehirn typisch ist.

Nach Angaben des Studienleiters, Associate Professor Ong Sek Tong Derrick, interagiert das DMTF1-Protein mit DNA-Schutzmechanismen und kann Wachstumsgene aktivieren, selbst wenn die Telomere verkürzt sind – ein zentrales Anzeichen des Alterns.

Experten betonen, dass sich die Arbeit noch in einem frühen Stadium befindet, doch künftig könnte die Entdeckung die Grundlage für die Entwicklung von Medikamenten bilden, die altersbedingte kognitive Abnahme verlangsamen oder teilweise rückgängig machen. Der nächste Schritt ist die Prüfung der Sicherheit der Methode und die Ausschließung potenzieller Risiken, einschließlich Tumorentwicklung.

Wenn weitere Studien die Wirksamkeit des Ansatzes bestätigen, könnte dies ein neues Kapitel in der Behandlung altersbedingter Gedächtnisstörungen eröffnen.

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