Gefahr am Ufer: Wachsende Kugelfisch-Population bedroht Zyperns Strände
Ein starker Anstieg der giftigen Kugelfisch-Population (Lagopsaro, Lagocephalus) vor der Küste bereitet Experten und Umweltschützern große Sorgen. Wie das Portal Haber Kıbrıs berichtet, wird der Fisch immer häufiger nicht nur auf offener See, sondern auch im seichten Wasser gefunden — in einer Tiefe von nur etwa 30 Zentimetern.
Spezialisten warnen: Dieses Verhalten erhöht die Risiken für Urlauber erheblich. Kugelfische besitzen kräftige Kiefer und sind in der Lage, nicht nur Köder von der Angelschnur zu reißen, sondern auch Verletzungen bei versehentlichem Kontakt mit Menschen im Wasser zu verursachen.
Besonders besorgniserregend ist die Situation im Norden Zyperns, wo sich das Problem nach Ansicht von Experten aufgrund des langjährigen Fehlens systematischer Maßnahmen verschärft hat. In der Türkei und auf der griechisch-zyperischen Seite werden bereits Programme zur Kontrolle der Population dieser Art durchgeführt.
Umweltschützer betonen, dass die Ausbreitung des Kugelfischs nicht nur eine Gefahr für den Menschen, sondern auch für das marine Ökosystem darstellt, da diese Art die lokale Fauna aktiv verdrängt.
Anwohnern und Touristen wird empfohlen, beim Besuch von Stränden besonders vorsichtig zu sein, insbesondere Familien mit Kindern. Experten fordern die Behörden auf, dringend umfassende Maßnahmen zur Eindämmung der gefährlichen Fische zu entwickeln, und warnen davor, dass die Situation ohne Eingreifen außer Kontrolle geraten könnte.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- Limassol erhält ab nächster Woche zusätzliche 10.000 Kubikmeter Wasser pro Tag
- Victoza-Engpass in Zypern: Diabetespatienten werden auf Ozempic umgestellt
- Bewohner von Akrotiri bereiten Klage gegen den Bau eines Komplexes mit 32 Antennen britischer Basen vor
- „Fenster der Möglichkeiten“ in Frage gestellt: In der TRNZ wurden die Aussagen von Christodoulides kritisiert
- Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Wissenschaft und Technik auf Zypern sind Frauen


Kommentare