Zypern warnt vor den Gefahren von „Wunder-Peptiden“ aus sozialen Medien
In Zypern wächst die Sorge über die Verbreitung von injizierbaren Peptiden, die auf TikTok und Instagram intensiv als Mittel zur Gewichtsreduktion, Verjüngung, schnellen Erholung nach Verletzungen und zum Muskelaufbau beworben werden. Die pharmazeutischen Dienste der Republik Zypern warnen: Die meisten dieser Präparate sind nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen und können eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellen.
Es handelt sich um Substanzen wie BPC-157, TB-500, Ipamorelin und andere sogenannte „Biohacking-Präparate“, deren Popularität durch Fitness-Blogger, Podcasts und soziale Medien aus den USA herübergeschwappt ist. Trotz zahlreicher Werbeversprechen wurden die meisten Studien zu diesen Substanzen nur an Tieren oder unter Laborbedingungen durchgeführt.
Die Behörden betonen, dass solche Präparate in der Europäischen Union keine offizielle Zulassung für die medizinische Anwendung besitzen. Darüber hinaus sind einige von ihnen auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aufgeführt.
Die pharmazeutischen Dienste weisen darauf hin, dass viele Peptide illegal über das Internet unter der Kennzeichnung „nur für Forschungszwecke“ verkauft werden. Dabei kennen die Verbraucher oft weder die genaue Zusammensetzung noch die Dosierung oder die potenziellen Nebenwirkungen der Präparate.
In Zypern wurden bereits Fälle von Entdeckung und Beschlagnahmung solcher Mittel registriert. Die Kontrollbehörden überwachen den Markt weiterhin und erinnern daran, dass alle injizierbaren Präparate einer obligatorischen Bewertung von Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit unterliegen müssen.
Experten warnen, dass die unkontrollierte Anwendung dieser Substanzen zu hormonellen Störungen, Problemen mit dem Immunsystem und anderen schweren Komplikationen führen kann. Den Bürgern wird empfohlen, solche Präparate nicht über soziale Medien und zweifelhafte Websites zu erwerben, sondern medizinischen Rat ausschließlich bei lizenzierten Ärzten und Apothekern einzuholen.

