Jeder dritte Wahlberechtigte ging nicht zur Wahl
Trotz des Anstiegs der Wahlbeteiligung im Vergleich zu den Parlamentswahlen 2021 bleibt die Beteiligung eines der wichtigsten Themen nach der Abstimmung. Nach offiziellen Angaben nahmen 33,09% der registrierten Wahlberechtigten erneut nicht an der Wahl teil.
An der Abstimmung beteiligten sich 380.851 Menschen von 569.182 wahlberechtigten Bürgern. Die endgültige Wahlbeteiligung lag bei 66,9% und damit über dem Wert von 2021, als 63,9% der Wähler zu den Urnen gingen. Dennoch ignorierten erneut mehr als 188.000 Menschen die Wahl.
Bemerkenswert ist, dass selbst die Beteiligung von 19 Parteien und mehr als 700 Kandidaten die Haltung eines erheblichen Teils der Gesellschaft zum Wahlprozess nicht wesentlich verändern konnte. Analysten weisen darauf hin, dass die Nichtwählerquote seit mehreren Jahren stabil über der Marke von 30% liegt.
Die höchste Wahlbeteiligung wurde in Paphos verzeichnet — 72,6%. Auf dem zweiten Platz lag Famagusta mit 67,9%. In Nikosia betrug die Wahlbeteiligung 66,9%, in Larnaka — 66,8% und in Kyrenia — 66,3%.
Die geringste Beteiligung verzeichnete Limassol, wo nur 63,7% der Wähler abstimmten. Damit erreichte die Nichtwählerquote dort 36,3%, was den höchsten Wert unter den Regionen darstellte.
Experten stellen fest, dass die Lage auf das anhaltende Misstrauen eines Teils der Gesellschaft gegenüber dem politischen System hindeutet sowie auf das Fehlen einer ernsthaften Rückkehr der Bürger zu einer aktiven Beteiligung an Wahlen, trotz einer leichten Verbesserung der Gesamtbeteiligung.
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