Die Behörden Zyperns führen erhöhte Tarife für übermäßigen Wasserverbrauch ein

Die Regierung Zyperns bereitet die Einführung erhöhter, „strafender“ Tarife für Verbraucher vor, die übermäßige Wassermengen nutzen. Dies erklärte die Direktorin der Wasserentwicklungsbehörde, Iliana Tofa, vor dem Hintergrund der anhaltenden Wasserkrise auf der Insel.
Nach ihren Angaben befinden sich die neuen Tarife derzeit in einer rechtlichen Prüfungsphase. Nach deren Abschluss werden die Änderungen dem Innenministerium zur endgültigen Genehmigung vorgelegt. Die Behörden betonen, dass die Maßnahmen auf die Förderung des Wassersparens abzielen.
Den diskutierten Vorschlägen zufolge sollen erhöhte Tarife für Verbraucher gelten, die mehr als 60 Kubikmeter Wasser verbrauchen. Der Preis könnte auf bis zu 10 Euro pro Kubikmeter steigen, während der derzeitige Höchstsatz bei etwa 5 Euro liegt. Die neuen Tarife sollen landesweit eingeführt werden, wobei alle Bezirke zugesagt haben, einen einheitlichen Tarif beizubehalten.
Die Entscheidung hängt mit kritisch niedrigen Wasserreserven zusammen. Den neuesten Daten zufolge sind die Stauseen Zyperns nur zu 13,3 % gefüllt — fast halb so viel wie vor einem Jahr. In einigen Regionen ist die Lage noch schwieriger: So ist der Achna-Stausee nur zu 1,8 % gefüllt.
Die Behörden räumen ein, dass das kommende Jahr besonders schwierig sein wird, beabsichtigen jedoch, trotz des prognostizierten Wassermangels Unterbrechungen der Wasserversorgung im Sommer zu vermeiden.
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