Rechnungshof: Fälle von langjährigen Sozialleistungen ohne Erfüllung der Kriterien auf Zypern aufgedeckt
Der zypriotische Rechnungshof (Audit Office of Cyprus) hat am 7. April 2026 den Sonderbericht Nr. ΕΕ-ΕΥ 16/2026 über die Prüfung einer Stichprobe von Transaktionen des Vizeministeriums für Sozialwesen (Υφυπουργείο Κοινωνικής Πρόνοιας) für die Jahre 2022–2023 veröffentlicht.
Der Bericht stellt fest, dass sich die festgestellten Verstöße auf Zahlungen des garantierten Mindesteinkommens (ΕΕΕ), die Zulage für einkommensschwache Rentner, das Kindergeld und die Zulage für Einelternfamilien beziehen. Die Prüfung ergab, dass das derzeitige System der Verwaltung von Sozialleistungen und die Kontrollmechanismen Mängel aufweisen, was zu langjährigen Zahlungen an Personen führt, die möglicherweise die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen.
Besonders hervorgehoben wurde, dass die Zahlungen des garantierten Mindesteinkommens anstelle einer vorübergehenden sozialen Unterstützung in einigen Fällen eine Abhängigkeit schaffen: Der Staat nutzt die verfügbaren Instrumente zur Förderung der Arbeitsmarktintegration der Antragsteller nicht, was die Nachhaltigkeit des Systems und die soziale Gerechtigkeit untergräbt.
Der Rechnungshof empfiehlt in seinem Bericht die Einführung moderner und zuverlässiger Verwaltungs- und Kontrollmechanismen, damit die Leistungen als Sicherheitsnetz für diejenigen fungieren, die sie wirklich benötigen, und nicht als alternative Lebensform. Der Bericht wurde auf der Website des Rechnungshofs veröffentlicht.
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