Ab November 2025 sind Inhaber von Prepaid-SIM-Karten in Zypern zur Identifizierung verpflichtet
Ab November 2025 könnten zehntausende Prepaid-SIM-Karten-Besitzer ihre Nummern verlieren, wenn sie sich nicht identifizieren lassen. Das wurde im parlamentarischen Verkehrsausschuss bekannt gegeben, wo neue Vorschriften diskutiert werden. Ausschussvorsitzender Marinos Mousiouttas warnte die Mobilfunkanbieter: Wenn sie ihre Kunden nicht identifizieren, werden sie sie verlieren.
Laut den Anbietern sind bisher nur sehr wenige Nutzer identifiziert worden: Cyta — 17 %, Epic — weniger als 5 %, Primetel hat den Prozess gerade erst begonnen, Cablenet — etwa 4 %. Insgesamt sind in Zypern 417.631 Prepaid-Karten registriert, die Hälfte davon bei Cyta-Kunden. Nur 4 % der Erwachsenen nutzen Prepaid-Karten, die Mehrheit bevorzugt Verträge mit unbegrenzten Diensten.
Die Gesamtzahl der Vertragskunden beträgt über 1,5 Millionen bei einer Bevölkerung von 923.000, was darauf hinweist, dass viele Menschen mehrere SIM-Karten besitzen. Prepaid-Karten werden häufig von Jugendlichen, Arbeitsmigranten, Touristen und Alarmsystemen verwendet.
Die Regierung ist der Meinung, dass die neuen Regelungen bei der Kriminalitätsbekämpfung helfen werden. Für falsche Angaben drohen Geldstrafen von bis zu 50.000 € oder bis zu 5 Jahren Gefängnis. Minderjährige dürfen eine SIM-Karte nur in Begleitung der Eltern erwerben. Alle Benutzerdaten müssen gemäß der europäischen DSGVO verarbeitet werden.
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