Scharfe Erklärungen aus dem Norden: Kritik an der Zusammenarbeit zwischen Zypern und Israel verschärft die Rhetorik
Der Vertreter der türkisch-zyprischen Seite, Tahsin Ertuğruloğlu, hat die Zusammenarbeit zwischen der Republik Zypern und Israel scharf kritisiert und sie als „schmutziges Bündnis gegen die Türken“ bezeichnet. In einem Interview mit türkischen Medien erklärte er, dass solche Handlungen in naher Zukunft schwerwiegende Folgen haben könnten.
Ihm zufolge hätte die Aktivität Nikosias im östlichen Mittelmeer zu einer Eskalation der Spannungen führen können, was jedoch, wie er behauptet, dank der Maßnahmen der Türkei vermieden wurde. Ertuğruloğlu betonte auch, dass die Verstärkung der Militärpräsenz Ankaras auf der Insel, einschließlich der Stationierung von F-16-Kampfjets und Luftabwehrsystemen, das „Sicherheitsgefühl“ der türkisch-zyprischen Seite gestärkt habe.
Der Politiker bekräftigte, dass eine Beilegung der Zypernfrage nur auf der Grundlage eines „gleichen Status“ der Parteien möglich sei. Er warf der griechisch-zyprischen Seite vor, diese Position zu ignorieren und „in einer anderen Realität zu leben“, und kritisierte zudem die Reaktion auf die Militärpräsenz der Türkei.
Darüber hinaus wies Ertuğruloğlu auf die Rolle der britischen Stützpunkte auf der Insel hin und erklärte, dass deren Nutzung durch westliche Länder Zypern in Zeiten internationaler Krisen zu einem potenziellen Ziel machen könnte.
Die Erklärungen fielen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in der Region des östlichen Mittelmeers und fortbestehender Meinungsverschiedenheiten über die Zypern-Lösung.
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