Rückgang der Stromnachfrage in Zypern
In den letzten zwei Tagen hat Zypern aufgrund wärmerer Temperaturen einen deutlichen Rückgang der Stromnachfrage erlebt. Dies brachte eine gewisse Entlastung sowohl für den Übertragungsnetzbetreiber Zyperns als auch für die Elektrizitätsbehörde Zyperns (EAC).
Laut den Betreibern produziert die Insel derzeit ausreichend Strom, um den Bedarf der Verbraucher zu decken. Am Vorabend erreichte die Spitzenlast um 19:15 Uhr 795 MW.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass Zypern in der vergangenen Woche aufgrund ungewöhnlich kalter Temperaturen eine Rekordnachfrage nach Strom verzeichnete. Die Regierung wurde aufgefordert, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um eine mögliche Krise zu vermeiden.
Nur eine Woche zuvor musste Zypern die türkischen Zyprer um Hilfe bitten. Strom wurde kostenlos vom Norden der Insel in den Süden geliefert.
"Letzte Woche konnten wir die Widerstandsfähigkeit der aktuellen Energiesysteme beobachten, doch bleiben weiterhin Bedenken hinsichtlich der Stromversorgung für diesen Sommer bestehen", erklärte die EAC.
Am kommenden Dienstag wird die Unternehmensleitung des Energieversorgers den Präsidenten der Republik, Nikos Christodoulides, im Präsidentenpalast treffen.
Auch der Energieminister wird an der Sitzung teilnehmen. Ziel der Gespräche ist es, die aktuelle Stromerzeugungskapazität und die Perspektiven für die kommenden Jahre zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf die erwartete Ankunft von Erdgas in Vasilikos.

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