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Anstieg der Notaufnahmen in Zypern aufgrund von Staubstürmen

21.04.2026 / 19:08
Nachrichtenkategorie

In Zypern wurde vor dem Hintergrund einer neuen Staubwelle ein Anstieg der Besuche in den Notaufnahmen verzeichnet. Patienten werden mit Asthma, Bronchitis und allergischen Reaktionen eingeliefert, berichtet Philenews. Einige von ihnen mussten stationär aufgenommen werden, woraufhin die staatliche Gesundheitsorganisation Zyperns (OKYPY) Betten auf den allgemeinen Stationen umverteilte.

Am stärksten betroffen sind Menschen mit chronischen Erkrankungen – Asthmatiker sowie Patienten mit Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie suchen häufiger medizinische Hilfe auf, wobei einige eine stationäre Behandlung benötigen. Laut Charalambos Charilaou, Sprecher des Gesundheitssystems, wird den Patienten trotz der Belastung jede notwendige Hilfe zuteil.

Erschwerend kommt hinzu, dass diese Patienten mehrere Tage zur Genesung benötigen, wodurch Betten langsamer frei werden. Dies zwingt die medizinischen Einrichtungen dazu, Ressourcen zwischen neuen und bereits stationär behandelten Patienten umzuverteilen.

Experten empfehlen, den Aufenthalt im Freien während Staubstürmen einzuschränken, insbesondere für Personen mit chronischen Erkrankungen. Die Symptome verschlimmern sich bei hoher Staubbelastung schneller und verlaufen schwerer.

Zuvor hatte die Zyprische Pulmonologische Gesellschaft vor Gesundheitsrisiken gewarnt. Der Pulmologe Alexandros Armeftis wies darauf hin, dass der Staub PM10- und PM2.5-Partikel enthält. Letztere sind besonders gefährlich, da sie tief in die Lunge eindringen, in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungsprozesse auslösen, was chronische Leiden verschlimmert.

Am 3. April wurde in Zypern der stärkste Staubsturm der letzten zehn Jahre verzeichnet: Die PM10-Werte überstiegen 200 µg/m³, was deutlich über den Sicherheitsgrenzwerten liegt. Die aktuelle Welle ist schwächer, jedoch hat sich die Atmosphäre noch nicht vollständig geklärt, was den Zustand der Patienten weiterhin beeinflusst.

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