Panikkäufe auf Zypern: Bewohner decken sich mit Kraftstoff und Lebensmitteln ein
Angesichts steigender Preise und der Angst vor Lieferengpässen aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die Bewohner Zyperns damit begonnen, massenhaft Lebensmittel und Kraftstoff zu kaufen. Laut Vertretern des Handels und des Verbraucherschutzes wurden solche Szenen seit der Covid-19-Pandemie nicht mehr beobachtet.
An den Tankstellen bilden sich Schlangen, während in den Supermärkten Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Konserven, Windeln und Babynahrung schnell vergriffen sind. Auch Heizöl wird trotz der Frühlingssaison aktiv gekauft, was Beamte als ungewöhnliches Verhalten bezeichneten.
Nach dem Platts Basis Italy Index, der als Preisreferenz für Zypern dient, sind die Kraftstoffpreise im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 5. März stark gestiegen:
- Superbenzin (95 Oktan) — um 20–25%,
- Diesel und Heizöl — um 40–45%.
Die durchschnittlichen Einzelhandelspreise liegen derzeit bei etwa 1,334 Euro pro Liter Benzin, 1,40 Euro für Diesel und 0,981 Euro für Heizöl. Tankstellenbetreiber warnen, dass die Preise in den nächsten 24 Stunden um weitere 6–7 Cent pro Liter steigen könnten.
Auf dem Weltmarkt verteuerte sich Brent-Öl innerhalb einer Woche um etwa 18% und überstieg die Marke von 85 Dollar pro Barrel, was auf die Spannungen im Nahen Osten und die Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus zurückzuführen ist.
Der Verbraucherschutzdienst wies darauf hin, dass steigende Kraftstoffpreise auch zu teureren Lebensmitteln führen könnten, da die Transportkosten den Markt direkt beeinflussen.
Gleichzeitig versichern Vertreter des Einzelhandels, dass es keinen Lebensmittelmangel gibt. Die Vorräte an Basisgütern reichen für mindestens 30 Tage, und leere Regale in den Geschäften sind lediglich auf die Zeit zurückzuführen, die für das Auffüllen der Lager benötigt wird.
Experten warnten zudem vor weiteren Problemen — dem Risiko steigender Fleischpreise aufgrund der Maul- und Klauenseuche sowie einer Zunahme von Stornierungen touristischer Buchungen, insbesondere durch britische Touristen vor dem katholischen Osterfest.
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