Kurier aus Bangladesch berichtet über Angriff in Nikosia

Ein 27-jähriger Kurier aus Bangladesch, der seit sechs Jahren auf Zypern lebt, berichtete von einem Angriff, dem er während seiner Arbeit als Essenslieferant ausgesetzt war.
Nach Angaben des Mannes ereignete sich der Vorfall vor etwa einem Monat spät am Abend in einer der zentralen Straßen von Nikosia. Als er an einer roten Ampel anhielt, näherten sich ihm zwei junge Männer, begannen ihn zu beleidigen und in seine Richtung zu spucken.
Der Kurier versuchte wegzufahren, hielt jedoch kurz darauf erneut an einer Ampel. In diesem Moment trat einer der Angreifer gegen seinen Helm, woraufhin der Mann vom Motorrad stürzte. Danach, so seine Schilderung, begann eine Gruppe von 7–8 Personen auf ihn einzuschlagen und einzutreten.
Die Angreifer traten auch gegen das Motorrad und versuchten, die Lieferbox zu öffnen, vermutlich in der Absicht, etwas zu stehlen.
Der Mann erlitt mehrere Prellungen, schwere Verletzungen konnten jedoch vermieden werden. Nach dem Vorfall halfen ihm Passanten.
Der Kurier gab zu, dass er sich nicht an die Polizei gewandt hat, da er Konsequenzen befürchtet. Seinen Angaben zufolge wurden auch viele seiner Kurier-Bekannten Opfer von Angriffen auf der Straße, insbesondere in den Abendstunden.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- 29 illegale Migranten bei Großoperation auf Zypern festgenommen
- Zypern senkt Quote illegaler Beschäftigung in zehn Jahren um das Dreifache
- Frau mit geschmuggelten Zigaretten und Tabak am Grenzübergang Ledra festgenommen
- KKTC-Behörden melden Schutz des in Limassol entführten Kindes
- Gesundheitsministerium der Republik Zypern warnt vor Leishmaniose: Die Krankheit wird bei etwa 3% der Bevölkerung festgestellt

