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Costas Kadis: Klimawandel verändert Fischbestände und bedroht Küstengemeinden

08.04.2026 / 13:11
Nachrichtenkategorie

In Nikosia, Zypern, erklärte der EU-Kommissar für Fischerei und Ozeane, Costas Kadis, am Mittwoch auf einer Klimakonferenz, dass sich die Klimakrise zu einer „Ozeankrise“ entwickle, die zur Erwärmung der Gewässer, zur Verschiebung der Fischbestände und zu wachsenden Bedrohungen für die Lebensgrundlagen an den Küsten führe.

Ihm zufolge spürt das östliche Mittelmeer bereits die Folgen – das Meer erwärmt sich schneller als im weltweiten Durchschnitt, marine Hitzewellen treten häufiger auf, es kommt zur Versäuerung und invasive Arten wandern ein, was die Ökosysteme umgestaltet und Fischerei, Tourismus sowie Küstengemeinden untergräbt. Diese Erkenntnisse werden durch Daten des Copernicus Marine Service gestützt, so der Kommissar: Die Fangmengen sinken, die Bestände wandern ab, traditionelle Berufe sind gefährdet.

Kadis stellte Initiativen der EU-Kommission als Antwort vor: den Europäischen Ozean-Pakt (European Ocean Pact), die Plattform OceanEye und das Projekt des Digitalen Zwillings des Ozeans (Digital Twin Ocean) mit Echtzeit-Modellierung bis 2030. Erwartet werden zudem eine Strategie für Ozeanforschung und -innovation bis Ende des Jahres sowie eine Überarbeitung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und der Richtlinie über die maritime Raumplanung. Zu den regionalen Maßnahmen gehören die MedSea4Fish-Projekte, die Arbeit der Allgemeinen Kommission für die Fischerei im Mittelmeer und die Unterstützung des Übereinkommens von Barcelona.

Der praktische Nutzen für die Einwohner liegt in einer verstärkten Überwachung, der Unterstützung nachhaltiger Fischerei und Aquakultur, der Finanzierung von Innovationen für Küsten- und Inselgemeinden sowie den für Juni vorbereiteten neuen strategischen Entscheidungen der EU-Kommission, die auf Zypern vorgestellt werden.

Kadis würdigte auch den Beitrag der zypriotischen Regierung, des Cyprus Institute und der EMME-Initiative zur Koordinierung regionaler Klimamaßnahmen und betonte, dass Daten in konkrete gemeinsame Maßnahmen überführt werden müssen.

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