Zypern gehört zu den EU-Spitzenreitern bei den Strompreisen für Unternehmen
Zypern belegte im zweiten Halbjahr 2025 den zweiten Platz in der Europäischen Union bei den Stromkosten für Nicht-Haushaltskunden. Nach Angaben von Eurostat lag der Durchschnittspreis auf der Insel bei 24,29 Euro pro 100 kWh, nur übertroffen von Irland, wo der Wert 25,52 Euro erreichte.
An dritter Stelle der teuersten Strompreise lag Deutschland mit einem Preis von 22,64 Euro pro 100 kWh. Trotz der hohen Tarife verzeichnete Zypern einen Rückgang der Stromkosten um 5,8 % im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024, als der Preis bei 25,78 Euro lag.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 stiegen die Stromkosten für Unternehmen auf Zypern jedoch an – von 23,21 Euro auf 24,29 Euro pro 100 kWh. Die Daten beziehen sich auf Unternehmen und gewerbliche Nutzer mit einem Jahresverbrauch zwischen 500 und 2000 MWh.
Im EU-Durchschnitt lag der Strompreis für Unternehmen bei 18,37 Euro pro 100 kWh, was deutlich unter dem zyprischen Niveau liegt. Eurostat stellt fest, dass in der EU insgesamt seit 2023 ein Trend zu sinkenden Strompreisen zu beobachten ist.
Die niedrigsten Tarife wurden in Finnland mit 7,48 Euro pro 100 kWh sowie in Schweden mit 9,70 Euro verzeichnet. Zu den Ländern mit den stärksten Preisrückgängen gehören Slowenien, Luxemburg und Frankreich.
Experten weisen darauf hin, dass die hohen Strompreise weiterhin eine ernsthafte Herausforderung für die zyprische Wirtschaft darstellen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigen, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftszweigen.
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