Dutzende Flüge in Zypern aufgrund des Nahost-Konflikts gestrichen
Fluggesellschaften waren erneut gezwungen, die Flugpläne auf Zypern massiv anzupassen. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Hermes Airports wurden innerhalb von 24 Stunden 39 Flüge am Flughafen Larnaka und 5 am Flughafen Paphos gestrichen.
Den veröffentlichten Informationen zufolge wurden in Larnaka 16 Ankünfte und 13 Abflüge storniert, in Paphos drei Abflüge und zwei Ankünfte.
Obwohl der zyprische Luftraum offen bleibt, können Fluggesellschaften die üblichen Routen über Israel, den Libanon, Jordanien und einige Golfstaaten nicht nutzen. Die Einschränkungen hängen mit der Verschärfung der Lage in der Region nach den US-Angriffen auf den Iran und den anschließenden Raketen- und Drohnenangriffen zusammen.
Versicherungsgesellschaften haben bereits die Tarife für Kriegsversicherungen erhöht, und die Luftfahrtbehörden mehrerer Länder haben den Fluggesellschaften empfohlen, Überflüge über die Region zu vermeiden.
Die Streichungen betrafen nicht nur Flüge nach Tel Aviv, Beirut und Doha, sondern auch einige Langstreckenrouten, darunter London-Heathrow, da deren übliche Flugwege nahe am israelischen Luftraum vorbeiführen.
Hermes Airports arbeitet gemeinsam mit dem zyprischen Verkehrsministerium und Eurocontrol an alternativen Routen. Dennoch hat sich die Flugzeit auf einigen Strecken in den Nahen Osten bereits um 25 bis 45 Minuten verlängert, was Auswirkungen auf die Flug- und Crewpläne hat.
Am stärksten betroffen sind die Fluggesellschaften Cyprus Airways, Aegean, Wizz Air, Emirates und Qatar Airways.
Experten warnen unterdessen, dass anhaltende Störungen im Flugverkehr bis zum Sommer Auswirkungen auf den Tourismus, Geschäftsreisen und internationale Veranstaltungen auf der Insel haben könnten.
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