Italien erwägt Entsendung eines Kriegsschiffes nach Zypern angesichts regionaler Spannungen

Die Sicherheit Zyperns und die Lage im östlichen Mittelmeer waren Thema einer Dringlichkeitssitzung der italienischen Regierung in Rom vor dem Hintergrund der Eskalation des Konflikts um den Iran.
Italienischen Medienberichten zufolge traf sich Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Palazzo Chigi mit Außenminister Antonio Tajani und Verteidigungsminister Guido Crosetto. Bei dem Treffen wurden Unterstützungsmaßnahmen für Verbündete im Nahen Osten und die Stärkung der Sicherheit Zyperns erörtert, das als anfällig für die Folgen der regionalen Eskalation gilt.
Zu den in Betracht gezogenen Optionen gehört die Entsendung einer italienischen Militärfregatte in das Gebiet der Insel, um die Luftverteidigung zu verstärken und die Handelsschifffahrt zu schützen.
Fregatten der FREMM-Klasse sind mit Radargeräten ausgestattet, die Bedrohungen in einer Entfernung von bis zu 200 Kilometern erkennen können, sowie mit Aster-30-Raketen mit einer Reichweite von etwa 100 Kilometern. Besonderes Augenmerk wird auch auf das 76-mm-Schnellfeuergeschütz gelegt, das als effektiv gegen Drohnen gilt.
Alternativ wird die Stationierung des Zerstörers Caio Duilio diskutiert, der mit einem der leistungsstärksten Radargeräte der italienischen Marine und einem Luftverteidigungssystem mit einer Reichweite von bis zu 350 Kilometern ausgestattet ist.
Darüber hinaus erwägt Italien die Möglichkeit, SAMP-T-Luftverteidigungssysteme und andere militärische Ausrüstung in die Golfstaaten — einschließlich der VAE und Kuwait — zu schicken, um sie vor Drohnenangriffen zu schützen.
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