Inflation auf Zypern beschleunigt sich vor dem Hintergrund steigender Energiepreise auf 3 %
Die jährliche Inflation auf Zypern ist im April 2026 auf 3 % gestiegen und hat sich damit dem Durchschnitt der Eurozone angepasst. Dies geht aus den endgültigen Daten von Eurostat hervor, die die Ende April veröffentlichten vorläufigen Schätzungen bestätigten.
Für Zypern bedeutet dies eine spürbare Beschleunigung der Inflation im Vergleich zum März, als die Rate bei 1,5 % lag. In der Eurozone stieg die Inflation ebenfalls — von 2,6 % auf 3 %.
Der Hauptgrund für den Preisanstieg sowohl auf Zypern als auch in den Ländern der Eurozone waren die gestiegenen Energiekosten. Einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtinflationsniveau leisteten auch Dienstleistungen, Lebensmittel, Alkohol und Tabakwaren.
Nach Angaben von Eurostat leisteten Dienstleistungen im April mit 1,38 Prozentpunkten den größten Beitrag zur Inflation in der Eurozone. Es folgten Energie (+0,99 Pp.), Lebensmittel, Alkohol und Tabak (+0,46 Pp.) sowie industrielle Konsumgüter ohne Energie (+0,20 Pp.).
Im Vergleich zu den europaweiten Zahlen bleibt Zypern in der Gruppe der Länder mit moderater Inflation. Die niedrigsten Preissteigerungsraten in der EU wurden in Schweden (0,5 %), Dänemark (1,2 %) und Tschechien (2,1 %) verzeichnet. Die höchste Inflation wurde in Rumänien (9,5 %), Bulgarien (6,0 %) und Kroatien (5,4 %) beobachtet.
In der Europäischen Union insgesamt stieg die Inflation im April in den meisten Mitgliedstaaten: Ein Anstieg wurde in 21 Staaten verzeichnet, ein Rückgang in nur fünf.
Ökonomen weisen darauf hin, dass die steigenden Energiepreise weiterhin Druck auf die Ausgaben von Haushalten und Unternehmen ausüben, auch auf Zypern, wo die Kosten für Strom und Kraftstoff einer der Schlüsselfaktoren des Inflationsdrucks bleiben.
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