Zyperns Bauern drohen mit Protesten wegen Wassermangels für die Bewässerung
Kartoffelbauern und Erzeuger anderer Freilandkulturen auf Zypern haben die Behörden vor möglichen drastischen Maßnahmen gewarnt, falls die Regierung sie nicht mit Wasser für die Bewässerung versorgt.
Andreas Karios, Vorsitzender des Organisationskomitees der Kartelerzeuger, erklärte, dass die Landwirte über die Entscheidung des Wasserentwicklungsamtes besorgt sind, kein Wasser aus der Südpipeline im Bezirk Famagusta und aus dem Asprokremmos-Staudamm in Paphos für die Bewässerung von Freilandkulturen, einschließlich Kartoffeln und Wassermelonen, bereitzustellen.
Laut Karios war das Jahr 2025 für die Erzeuger bereits katastrophal, da sie den Zugang zu Bewässerungswasser vollständig verloren haben. Dies zwang die Landwirte, eigene Mittel für die Reparatur alter Bohrlöcher und das Pumpen von Grundwasser aufzuwenden, was die Produktionskosten erheblich in die Höhe trieb.
Er wies darauf hin, dass die Behörden zwar aktiv Entsalzungsprojekte vorantreiben, die Unterstützung für den primären Agrarsektor nach Ansicht der Landwirte jedoch unzureichend bleibt.
Karios erklärte außerdem, dass den Erzeugern im vergangenen Jahr eine Entschädigung für Einkommensverluste und steigende Kosten versprochen worden sei, die Behörden jedoch später mitgeteilt hätten, dass keine finanzielle Unterstützung vorgesehen sei.
„Das erste Halbjahr 2026 haben wir mit eigenen Mitteln überstanden, aber im zweiten Halbjahr werden wir eine Situation, in der uns kein Wasser gegeben und gleichzeitig eine Entschädigung verweigert wird, ніcht akzeptieren“, betonte er.
Die Landwirte haben sich bereits an das Wasserentwicklungsamt mit der Bitte gewandt, die Entscheidung zu überdenken, erhielten jedoch eine negative Antwort. Derzeit prüfen die Erzeuger weitere Schritte und schließen Protestmaßnahmen nicht aus.
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