Private Vorschläge zum Bau neuer Gefängnisse wurden bereits dem Justizminister Zyperns vorgelegt

Der Justiz- und Ordnungsminister Zyperns, Costas Ftiris, hat bereits zwei Vorschläge von privaten Vermittlern zum Bau neuer Zentralgefängnisse erhalten.
Die Vorschläge wurden direkt an das Justizministerium gesendet; laut Quellen ist es jedoch noch zu früh, um über konkrete Bauabschnitte zu sprechen. Das Projekt befindet sich in einer Anfangsphase, und mehrere zwingende Verfahren müssen abgeschlossen werden, bevor eine offizielle Ankündigung zum Bau einer neuen Justizvollzugsanstalt erfolgen kann.
Ein Vorschlag stammte Berichten zufolge von einer ehemaligen politischen Persönlichkeit, die bereits früher Interesse an einem ähnlichen Projekt gezeigt hatte, als der Bau neuer Gefängnisse bereits in Erwägung gezogen wurde. Damals musste die Initiative aufgrund zu hoher Kosten eingestellt werden.
Der Justizminister erklärte zuvor, dass das neue Projekt effizient und mit minimalen Kosten umgesetzt werden soll, doch zuvor müssen durchgeführt werden:
- eine technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie,
- architektonische und ingenieurtechnische Untersuchungen,
- finanzielle Planung,
- sowie Konsultationen mit Anwohnern in der Nähe des geplanten Bauortes.
Besonderes Augenmerk wird laut Quellen auf die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung gelegt. Die Behörden wollen die Anwohner davon überzeugen, dass das Gefängnis auf staatlichem Land, mehrere Kilometer von Wohngebieten entfernt, errichtet wird und eine geschlossene, sichere Infrastruktur darstellt, die keine Gefahr darstellt.
Die Entscheidung zum Bau neuer Gefängnisse wurde vor dem Hintergrund akuter Probleme des bestehenden Justizvollzugswesens getroffen — Überfüllung, veraltete Infrastruktur und regelmäßige Kritik durch europäische Menschenrechtsorganisationen.
Im Rahmen der neuen Strategie wurde der zuvor geplante Bau eines zusätzlichen 360-Betten-Flügels neben dem bestehenden Gefängnis aufgehoben. Für dieses Projekt waren bereits Studien und Dokumentationen vorbereitet, und das Ministerium für öffentliche Arbeiten war bereit, eine Ausschreibung bekannt zu geben.
Die Idee, neue Gefängnisse zu bauen, wird auf Zypern seit 2000 diskutiert; hohe Kosten haben jedoch über viele Jahre die Umsetzung verzögert. Daher beschränkten sich die Behörden auf die Modernisierung bestehender Einrichtungen, was das Überbelegungsproblem nicht löste.
Derzeit beherbergen die Gefängnisse Zyperns über 1.100 Insassen, obwohl ihre offizielle Kapazität bei etwa 750 Personen liegt.
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