Zyperntürkische Ärztevereinigung hisst schwarze Flagge wegen Gesundheitsgesetz
Am 25. Februar hisste die Zyperntürkische Ärztevereinigung in Nordzypern eine schwarze Flagge an ihrem Gebäude, um gegen Änderungen am Gesetz über die Abteilung für medizinische Dienste zu protestieren. Die Vereinigung forderte die Abgeordneten auf, das Dokument in der vorliegenden Fassung abzulehnen.
Nach Angaben der Vereinigung gewährleistet die Endfassung der Änderungen keine wirksame Zugangskontrolle und Aufsicht im System der Ausbildung von Fachärzten. Die Organisation ist der Ansicht, dass die Vergabe von Fachrichtungen nach diesen Regeln Risiken für die öffentliche Gesundheit birgt, und erklärte, das Gesetz in seiner derzeitigen Form nicht zu unterstützen.
Die Vereinigung betonte die Notwendigkeit einer zentralisierten, objektiven und transparenten Prüfung für die Zulassung zur Facharztausbildung. Eine Aufnahme ohne Prüfung oder ohne objektive Kriterien berge nach ihrer Einschätzung Risiken für die berufliche Kompetenz und den Grundsatz der Gleichheit. Zur Veranschaulichung der Bedenken wurden jüngste Berichte über mögliche Unregelmäßigkeiten bei Einschreibungen in der Türkei angeführt.
Es wurde darauf hingewiesen, dass die vorhandene Infrastruktur, das akademische Personal und das klinische Fallaufkommen in Nordzypern für eine vollwertige Qualitätsausbildung nicht ausreichen. Um die Qualität zu sichern, wurde vorgeschlagen, die Ausbildung teilweise in Krankenhäusern außerhalb Zyperns zu absolvieren. Die Vereinigung besteht auf regelmäßigen unabhängigen Audits der Ausbildungszentren mit verbindlichen Ergebnissen und der Möglichkeit der Schließung bei gravierenden Mängeln.
Die Organisation erklärte, dass jeder Abgeordnete, der mit „Ja“ stimmt, die Verantwortung für die möglichen Folgen übernimmt, und rief erneut dazu auf, zum Gesetz in seiner jetzigen Fassung „Nein“ zu sagen.
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