Türkei plant Bau einer Pipeline zur Erdgasversorgung Nordzyperns
Der türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, gab den Beginn umfangreicher Arbeiten zur Schaffung einer Gaspipeline bekannt, die die Türkei und Nordzypern verbinden wird. Die Erklärung erfolgte während eines Besuchs in Lefkoşa, bei dem der Minister die strategische Bedeutung des Projekts für die Energiesicherheit der Insel hervorhob. Die Initiative wird als logische Fortsetzung des erfolgreich funktionierenden Wasserprojekts „Friedensstrom“ betrachtet.
Hauptziel des Projekts ist die Gewährleistung einer ununterbrochenen Erdgasversorgung der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ), was die Modernisierung der lokalen Energieinfrastruktur ermöglichen wird. Die Umstellung von Schweröl auf Erdgas in den Kraftwerken soll die Kosten der Stromerzeugung erheblich senken und die Umweltbelastung reduzieren. Derzeit führen technische Spezialisten der zuständigen Behörden eine vorläufige Streckenuntersuchung und eine Bewertung der erforderlichen Liefermengen durch.
Zusätzlich zur Gasfrage bestätigte die türkische Seite die Absicht, ein Projekt zur Verbindung der Stromnetze über ein Unterseekabel zu realisieren. Minister Bayraktar betonte, dass die Schaffung eines dualen Versorgungssystems – Gas und Elektrizität – den Energiesektor der Insel widerstandsfähiger gegen externe Faktoren machen wird. In naher Zukunft beabsichtigen die Parteien, die Erstellung einer Machbarkeitsstudie abzuschließen, woraufhin der Zeitplan für den Bau und die Höhe der erforderlichen Investitionen festgelegt werden.
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