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Berater der Volkspartei: Löschung von Inhalten in sozialen Medien ist ein Versuch, die Gesellschaft zum Schweigen zu bringen

13.04.2026 / 15:58
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In Nordzypern übte Fevzi Tanpınar, Berater des Vorsitzenden der Volkspartei, am 13. April scharfe Kritik an Versuchen, Veröffentlichungen und Videomaterialien in sozialen Medien zu löschen. Er erklärte, es handele sich nicht um Einzelschritte, sondern um einen Angriff auf die Meinungsfreiheit.

In einer schriftlichen Erklärung gegenüber Kıbrıs Postası bezeichnete Tanpınar die Versuche, Inhalte zu entfernen, „nicht als Zensur“ im herkömmlichen Sinne, sondern als Versuch, die Gesellschaft an das Schweigen zu gewöhnen und die Menschen lenkbar zu machen. Wer das Recht auf freie Meinungsäußerung einschränke, gestehe damit seine Ängste ein: „Die Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken. Sie verkünden lediglich Ihre Angst“.

Der Berater betonte, dass es um die Freiheit an sich gehe und nicht um ein paar Videos oder Beiträge. „Diese Gesellschaft hat gelernt, nicht durch Schweigen, sondern durch Dialog zu existieren. Je mehr Sie verdunkeln, desto lauter werden wir sprechen“, stellte er fest und fügte hinzu, dass Löschversuche einen gegenteiligen Effekt haben und die Verbreitung von Informationen verstärken.

Praktischer Nutzen für die Bewohner: Die Erklärung prognostiziert eine Zunahme der öffentlichen Aktivitäten in den Netzwerken und ruft zur Wachsamkeit beim Schutz des Rechts auf freie Meinungsäußerung auf. Kıbrıs Postası gibt die Worte von Tanpınar unverändert wieder; weitere Kommentare der Behörden liegen bislang nicht vor.

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