Der Präsident der Türkei reagierte scharf auf den Skandal mit den Kopftüchern in Nordzypern
Der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, reagierte auf den Skandal mit den Kopftüchern in Nordzypern und verurteilte den Angriff auf eine Studentin wegen ihres Kopftuchs. Er erklärte, dass er die Situation genau beobachte und versprach, mit den „Unverschämten“ aufzuräumen.
„Ich habe von der Unverschämtheit gehört, die gegenüber einem Mädchen im Kopftuch in der Türkischen Republik Nordzypern gezeigt wurde. So Gott will, werde ich die notwendige Botschaft zu diesem Thema übermitteln. Wir werden in den kommenden Tagen in die TRNZ reisen und dort die notwendigen Anweisungen geben“, zitierte die Zeitung Türkiye die Worte des Präsidenten.
Erdoğan erinnerte daran, dass das Recht auf das Tragen des Kopftuchs in der Türkei nach vielen Jahren des Kampfes erkämpft wurde, und betonte, dass dieselbe Haltung auch in der Türkischen Republik Nordzypern beibehalten werden sollte.
„Die Frage des Kopftuchs ist eine Glaubensfrage und unser fundamentales Recht“, erklärte er und fügte hinzu, dass die Türkei gegen jede Diskriminierung in dieser Hinsicht auftreten werde.
Nach den Worten des türkischen Führers sollten Bildungseinrichtungen und die Behörden der TRNZ so schnell wie möglich eine Erklärung zu dieser Frage abgeben und die notwendigen Schritte unternehmen. „In der Türkei wird der Vorfall genau verfolgt“, fügte er hinzu.
Erinnert sei daran, dass der Ministerrat der TRNZ zuvor die „Verordnung über die Regeln und Disziplin, die in den weiterführenden Schulen und Bildungseinrichtungen sowie außerhalb dieser eingehalten werden müssen“, genehmigt hatte. Die Verordnung trat nach der Veröffentlichung im „Amtsblatt“ in Kraft. Das Dokument regelt unter anderem das Tragen von Kopftüchern durch Schülerinnen.
Das umstrittene Projekt wurde Mitte März verabschiedet, aber später zur erneuten Prüfung zurückgezogen. Der Gesetzesentwurf rief viele Kontroversen in der Gesellschaft und Unzufriedenheit bei den Lehrerverbänden hervor. In einer Schule wurde ein Mädchen im Kopftuch sogar nicht zum Unterricht zugelassen.
In Nikosia fanden Protestaktionen statt, an denen bis zu 40 Organisationen und etwa 13.000 Personen teilnahmen. In der vergangenen Woche setzten die Proteste fort: Gewerkschaften entfachten Protestfeuer vor dem Parlamentsgebäude.
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