Präsident der TRNC verteidigt Schulmädchen mit Kopftüchern: „Es ist eine persönliche Entscheidung!“
Der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC), Ersin Tatar, hat sich erneut zu der laufenden Debatte über das Tragen von Kopftüchern in Schulen geäußert. Nach einem kürzlichen Vorfall, bei dem einer Schülerin der Zutritt zum Unterricht verweigert wurde, weil sie ein Kopftuch trug, forderte der Präsident Respekt und keine Diskriminierung aufgrund religiöser Überzeugungen.
Der Vorfall ereignete sich an der Irsen Küçük Sekundarschule in Nikosia, wo einem Mädchen mit Kopftuch offenbar der Zutritt zum Unterricht verweigert wurde, wobei die Schulbehörden auf interne Vorschriften verwiesen.
Die Entscheidung löste einen spontanen Protest von Eltern aus. Die Spannungen waren so hoch, dass der Direktor der Schule Berichten zufolge während des Konflikts ohnmächtig wurde.
Unterdessen fordert die Lehrergewerkschaft den Rücktritt des Bildungsministers und plädiert für einen strikt säkularen Ansatz in der Bildung.
„Das Tragen eines Kopftuchs ist eine persönliche Entscheidung“, sagte Präsident Tatar in einem Live-Interview mit Kıbrıs Postası TV. „Schüler sollten nicht aufgrund ihrer Entscheidungen marginalisiert oder diskriminiert werden.“
Er wies auch darauf hin, dass verschiedene Länder das Thema unterschiedlich angehen – er nannte Schweden und die Schweiz als Beispiele – und betonte, dass die TRNC-Regierung an einer fairen und ausgewogenen Lösung arbeite.

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