Chef der Anwaltskammer Nordzyperns: Das Land sieht sich einem Anstieg krimineller Banden gegenüber – dringende Maßnahmen sind erforderlich

Der Präsident der Türkisch-Zyprischen Anwaltskammer (KTBB), Hasan Esendağlı, warnte eindringlich vor der rasanten Zunahme von Erpressungs- und Bedrohungsbanden in Nordzypern. Er betonte, dass die Situation die Sicherheit der Bürger direkt beeinträchtigt und eine sofortige Reaktion der Behörden erfordert.
Laut Esendağlı sind unterschiedlichste Gruppen bedroht – von Autogalerie-Besitzern bis hin zu Journalisten: „Diese kriminellen Strukturen schaffen eine Atmosphäre der Angst. Die Menschen leben in ständiger Unsicherheit und fühlen sich nicht mehr sicher.“
Er merkte an, dass die Polizei alles Mögliche im Kampf gegen kriminelle Gruppen unternimmt, die derzeitigen Bemühungen jedoch nicht ausreichen: „Früher konnten Verdächtige gestoppt werden, bevor sie eine Tat begingen. Jetzt werden sie erst identifiziert, nachdem sie bereits gehandelt haben.“ Esendağlı warnte, dass bei einem weiteren Anstieg des Zustroms von Mitgliedern krimineller Netzwerke „tragische Folgen leicht vorhersehbar“ seien.
Als Schlüssel zur Lösung des Problems nannte er eine Verschärfung der Grenzkontrollen und die Blockierung der Einreise krimineller Elemente: „Viele von ihnen kommen legal – als Touristen – in das Land. Es muss eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der Türkei aufgebaut werden, um sie bereits bei der Einreise zu stoppen.“ Dies erfordere politischen Willen und rasche administrative Entscheidungen.
Sie könnten auch interessiert sein an:
- In Lefkoşa fanden umfangreiche Übungen zur humanitären Reaktion der TSKR und der Türkei statt
- Steuerämter der TRNZ öffnen am Samstag wegen Fristende für Steuererklärungen
- Neues Krankenhaus in Girne bereitet sich nach Abschluss der Bauarbeiten auf die Eröffnung vor
- Die Polizei verstärkt die Sicherheitsmaßnahmen zum Feiertag und ruft zur Vorsicht im Straßenverkehr auf
- Im House of Lords wurde erneut über Zypern gesprochen: Ein britischer Lord beschuldigte die Republik Zypern des Scheiterns der Verhandlungen

